Der #DreiCentBrief – Briefe schon für 3 Cent versenden? Der Weltpostvertrag macht es möglich! Oder doch nicht?

Normalerweise kostet ein Standardbrief der Deutschen Post derzeit 70 Cent. Doch im Internet gibt es nun schon seit einigen Jahren das Gerücht, dass man Briefe bis 20 g schon für 3 Cent verschicken kann. Möglich machen soll dies der “Reichsbürgertrick”.

Da die sogenannten Reichsbürger der Auffassung sind, dass immer noch die Gesetze des Deutschen Reiches gelten, müsse die Deutsche Post speziell gekennzeichnete Briefe zu einem ermäßigten Brieftarif befördern. Dies regelt angeblich der Weltpostvertrag von 1891.

So soll es funktionieren:

Damit die Briefe zugestellt werden, muss bei der Empfängeradresse lediglich die Postleitzahl in eckige Klammern gesetzt werden. Auf einigen anderen Seiten liest man ausserdem zusätzlich noch :

  • neben die Briefmarken das Datum und eine Unterschrift zu setzen
  • unter den Brief “non domestic F.R.G.” zu schreiben

Grund genug, dies einmal näher auf dealn.eu zu testen!

Bei dem Brief der von mir versendet wurde, wurde lediglich die Postleitzahl in eckige Klammern gesetzt. Auf zusätzliche Vermerke habe ich verzichtet. Und tatsächlich… Der Brief kam an!

Was für ein Schwachsinn!? 

Oder ist dies alles nur Humbug und die Zustellung reiner Zufall? Regelt dieser Weltpostvertrag doch nur die Gebühren zwischen den Postunternehmen untereinander und ist für den Privatverbraucher nicht relevant?

Möglich… Denn auch mein zweiter Testbrief kam bei mir an. Diesmal jedoch ohne eckige Klammer oder andere Kennzeichnungen:

Aber warum kommen die Briefe an? 

Der “Reichsbürgertrick” scheint also wohl doch nur ein albernes Gerücht zu sein. Hier einige mögliche Gründe weshalb auch die “DreiCentBriefe” und unterfrankierte Briefe zugestellt werden:

  • die Briefe sind bei der Zustellung einfach durchgerutscht
  • die Briefzentren der Post haben keine ausreichenden automatisierten Kontrollen des Briefportos
  • der Aufwand Nachzahlungen zu fordern oder die Post zurück an den Absender zu schicken ist einfach zu hoch

Mogliche Folgen:

Doch was kann nun im schlimmsten Fall passieren, wenn man solch einen Brief versendet? Es gibt 3 Möglichkeiten:

  1. Der Brief geht an den Absender zurück
  2. Der Empfänger zahlt Nachporto
  3. Der Empfänger verweigert die Annahme des Briefes (siehe Punkt 1)

Wer mag, der kann ja gerne von seinen Erfahrungen erzählen oder diese Methode einfach mal testen. Ich empfehle diese Methode allerdings nicht bei allzu wichtigen Briefen durchzuführen. 😉

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